Was BLIQ in den Niederlanden erreicht hat

BLIQ informiert Beigeordnete und Ratsmitglieder klar und regelmäßig über die Verkehrssicherheit. Der Bericht kombiniert Unfälle aus der polizeilichen Unfallaufnahme mit Geschwindigkeitsdaten von HERE, zusammengeführt in CROSS: der Risikokarte für Unfälle und Geschwindigkeiten.

BLIQ ist Teil von STAR, der Kooperation der niederländischen Nationalen Polizei, des niederländischen Versichererverbands und VIA. STAR stellt hochwertige Unfalldaten bereit, etwa den genauen Unfallort und geprüfte Zahlen der Getöteten. So erhält jede Zielgruppe die passenden Informationen: BLIQ für Entscheidungsträger, eine öffentliche Unfallkarte für Anwohner und Vereine und die VIA Software für Fachleute.

BLIQ erscheint dreimal im Jahr: zu Jahresbeginn mit vorläufigen Zahlen, im April mit endgültigen Zahlen und im September mit Halbjahreszahlen. Alle Gemeinden, Regionen, Provinzen, Wasserverbände und Polizeieinheiten können den Bericht kostenlos herunterladen und weitergeben. Im Jahr 2025 wurden 431 maßgeschneiderte Ausgaben erstellt, mit insgesamt 839 Downloads.

Öffentliche Dokumente auf den Websites niederländischer Behörden zeigen, dass BLIQ in jeder Phase einer risikobasierten Verkehrssicherheitsarbeit genutzt wird:

  • bei der Analyse von Netzrisiken;
  • beim Setzen von Prioritäten;
  • bei der Information von und der Rechenschaft gegenüber gewählten Volksvertretern;
  • bei der Auswahl von Maßnahmen für konkrete Orte;
  • bei der Abstimmung der Verkehrsüberwachung.

Am Anfang stand eine Frage aus der Praxis

BLIQ wurde 2016 gemeinsam mit der Metropolregion Eindhoven entwickelt. Die Gemeinden wollten ihre Ratsmitglieder regelmäßig informieren, mit einem einheitlichen Bericht für alle Gemeinden und einem gemeinsamen Benchmark: der Zahl der Verkehrsopfer je 10.000 Einwohner.

Die Wünsche waren konkret. Der Trend sollte auf einen Blick erkennbar sein, einschließlich der Richtung auf Basis der neuesten Daten. Die Gemeinden wollten eigene Schwerpunkte zeigen können, etwa Radfahrende oder junge Menschen. Ratsmitglieder sollten gezielte Fragen stellen können, ohne selbst Analysen durchführen zu müssen.

In zehn Jahren hat sich BLIQ stetig weiterentwickelt. Mit CROSS kamen die Top 10 der unsicheren Streckenabschnitte und Knotenpunkte hinzu. Der Einfluss der Corona-Maßnahmen auf die Zahlen von 2020 und 2021 wurde sichtbar gemacht. Zuletzt kam die Kollisionsmatrix hinzu: die Zahl der Verkehrsopfer nach Verkehrsart und Unfallgegner.

Kollisionsmatrix der Verkehrsopfer nach Verkehrsart und Unfallgegner (Niederlande, 2021 bis Q2 2026)
Kollisionsmatrix der Verkehrsopfer nach Verkehrsart und Unfallgegner (Niederlande, 2021 bis Q2 2026)

Was andere Länder daraus mitnehmen können

Die niederländische Erfahrung zeigt fünf Lehren für alle Behörden, die nach dem Leitbild Vision Zero arbeiten:

  • Ein Bericht, ein Benchmark. Erhält jede Behörde denselben Bericht mit denselben Definitionen, werden Zahlen vergleichbar und Diskussionen beginnen bei denselben Fakten.
  • Ein fester Rhythmus. Drei Ausgaben im Jahr halten die Verkehrssicherheit auf der Agenda der Entscheidungsträger, nicht erst nach einem schweren Unfall.
  • Die richtigen Informationen für jede Zielgruppe. Politik braucht einen klaren Trend und Prioritäten, Fachleute brauchen Details, Bürgerinnen und Bürger eine Karte.
  • Geschwindigkeiten neben Unfällen. Wer Unfalldaten mit Geschwindigkeitsdaten kombiniert, erkennt Risiken auch dort, wo das Unfallgeschehen noch dünn ist.
  • Gemeinsam mit Nutzern entwickelt. BLIQ entstand mit den Menschen, die es nutzen. So arbeitet VIA bis heute, etwa bei Datengetriebenes Arbeiten mit der Stadt Den Haag und bei einem Evaluierungswerkzeug für mobile Blitzer mit der Provinz Groningen.

BLIQ in Deutschland

BLIQ ist auch für Straßenbaulastträger, Kommunen und Polizei in Deutschland verfügbar. Mehr dazu auf der BLIQ-Produktseite.

Haben Sie eine Idee?

Haben Sie eine Idee, die Ihre Arbeit einfacher oder besser macht, und wissen Sie, dass Kolleginnen und Kollegen bei anderen Behörden vor derselben Frage stehen? Dann freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Wir arbeiten am liebsten mit einer kleinen, aber vielfältigen Gruppe von Nutzern, damit wir genau verstehen, was das Produkt leisten muss. Anschließend prüft VIA die technische Machbarkeit und die Verfügbarkeit der Daten. Fällt das positiv aus, entwickeln wir ein Konzept. Mit dem Feedback aus dem Nutzertest arbeiten wir gemeinsam auf ein fertiges Produkt hin.

Für diese Zusammenarbeit fallen keine Kosten an: Was wir entwickeln, wird Teil der Plattform, und Updates sind immer im Preis enthalten (siehe unsere Preise). Wir bitten jedoch um Einsatz und Engagement der beteiligten Nutzer.

Nehmen Sie Kontakt auf unter info@via.nl. Wer weiß, vielleicht steht Ihre Idee in zehn Jahren ebenfalls im Rampenlicht.